So kannst du deine autos ideal für den verkauf fotografieren

Beim Verkauf eines alten Autos gibt es grundsätzlich eine Menge zu beachten. Die Fotos sind ein extrem wichtiger Bestandteil für die Qualität deiner Inserate und können dir einen besseren Verkaufspreis einbringen.

In diesem Beitrag erhältst du ein kleines Tutorial dafür, wie du dein Auto optimal fotografieren kannst, wenn du dabei bist dein altes Auto zu verkaufen.

Den richtigen Ort für dein Auto-Shooting finden

Peugeot 106 bei Dämmerung im Frühjahr.

Beim Fotografieren von Autos ist die Location besonders wichtig, aber auch verhältnismäßig schwer zu finden. Mit dem Auto erreichst du viele Orte nur schwer oder gar nicht- beziehungsweise ist das Finden dieser Orte nicht so einfach. Da es dir beim Autoverkauf um die Erstellung deiner Inserat Fotos geht, sind die Ansprüche an die Location glücklicherweise nicht so groß. Du willst viel Platz und so wenig wie möglich störende Objekte mit auf den Fotos haben. D.h. andere Autos, Häuser oder sonstige Objekte, die du nicht mit auf deinen Fotos haben möchtest.  

Suche daher nach einer großen Freifläche. Das kann zum einen ein größerer Parkplatz eines Supermarktes zum Sonntag sein oder auch abseits der Stadt auf einer größeren Schotterfläche.  Wenn dir aktuell kein richtiger Ort zum fotografieren deines alten Autos einfällt, bedien dich einfach bei Google Maps und suche nach genau solch einer Freifläche. 

Bist du Mitarbeiter in einem Autohaus, dann empfehle ich dir, dass du dir eine festgelegte Stelle auf eurem Gelände mit ausreichend Platz suchst oder ihr eine extra Foto-Ecke einrichtet. Dort könnt ihr alle eure Inserat Fotos erstellen. Das hat weiterhin noch den Vorteil, dass eure Inserate alle ein gewissen Wiedererkennungsmerkmal haben.

Die richtige Tageszeit für das fotografieren deines Autos

Ford Mustang

Grundsätzlich würde ich sagen, dass die beste Tageszeit entweder gegen abend zur Dämmerung ist oder relativ früh am morgen / vormittag ist. Du solltest jedoch die pralle Mittagssonne vermeiden. Das erschwert das Fotografieren des Autos unheimlich und die Ergebnisse werden meistens nicht gut. 

Allerdings sollte hierbei die Frage eigentlich weniger nach der Tageszeit sein, sondern viel mehr nach den vorliegenden Lichtverhältnissen. Wie gesagt, das fotografieren in der Mittagssonne ist sehr schwierig und du solltest es daher vermeiden. Ein bewölkter oder bedeckter Himmel ist da schon sehr viel besser. Achte dabei auf die Schatten, die das Auto wirft. Der Schatten ist ein sehr guter Indikator für das Licht. Ganz harte, scharfe Schatten bekommst, du bei schwierigen  Lichtverhältnissen wie in der Mittagssonne. 

Dabei sind die von der Sonne “belichteten” Bereiche extrem hell, während die im Schatten liegenden Bereiche im dunkeln bleiben. Die Kamera ist nicht in der Lage, diesen gewaltigen Kontrast in einem Bild aufzufangen.

Wenn du hingegen einen schönen, weich gezeichneten Schatten am Auto hast, hast du ein sehr gutes Licht und der Kontrast aus hellen und dunklen Bereichen ist deutlich geringer.

Welche Kameraausrüstung benötigst du für die Verkaufsbilder?

Richtige Kamera oder doch Smartphone?

Das kommt natürlich darauf an, was du zur Verfügung hast. Am besten eignen sich natürlich einfache Digitale Spiegelreflexkameras (DSLR) wie die Canon Eos 2000D* oder die Nikon D3500*.  

Wenn du dein einmalig Auto verkaufen möchtest, dabei Fotos machen willst, und keine Spiegelreflexkamera hast, brauchst du aber auch nicht extra eine DSLR kaufen. Nimm das, was du da hast: dein Smartphone oder eine einfache Digitalkamera. Gerade aktuelle Smartphones wie das iPhone* oder das Huawei P30* liefern eine schöne Bildqualität.  

Verkaufst du sehr regelmäßig bzw. gewerblich Autos und bist auf hochqualitative Fotos bzw. Inserate deiner Autos angewiesen, dann solltest du doch den Kauf einer Einsteiger-DSLR in Betracht ziehen. Diese gibt es als Set, direkt mit dem für Autofotografie passenden Objektiv zusammen.

Canon EOS 2000D

Canon EOS 250D

Nikon D3500

Entferne störende Spiegelungen mit einem Polarisationsfilter

Ein sehr großer Vorteil bei der Nutzung von Digitalen Spiegelreflexkameras ist vor allem die mögliche Nutzung von Zubehör. Ein sehr wichtiges Zubehörteil für das fotografieren von Autos ist ein sogenannter Polarisationsfilter. Der Polarisationsfilter ist eine drehbarer Glasaufsatz für dein Kameraobjektiv, mit dem du durch Drehung bestimmt Bereiche aus deinem Motiv entspiegeln kannst. Besonders bei dunklen Autolacken und den Fenstern sind die Polarisationsfilter eine riesige Hilfe, wo übermäßige Verspiegelungen ein komplettes Foto zerstören könnten.

 

Hoya Pro 1 Polarisationsfilter*
Gobe Polarisationsfilter*
Hoya HD Polarisationsfilter*
Achte darauf, den Polfilter für dein Objektiv in der richtigen Größe (Durchmesser) zu wählen. Den Durchmesser findest du auf der Vorderseite deines Objektives.

Die richtigen Perspektiven finden

Damit deine Fotos besonders ansprechend und damit auch verkaufsfördernd werden, solltest du dein Auto von der besten Seite zeigen. In diesem Abschnitt möchte ich dir einige Tipps mitgeben, wie du die Fotos aufnehmen solltest.

Außenbilder (Foto 1-8)

Fotografiere nicht auf Augenhöhe. Wahrscheinlich bist du dazu geneigt, die Fotos auf der Höhe deiner Augen zu machen, da es einfach am bequemsten ist. Das kannst du zwar tun, allerdings zeigst du dein Auto damit nicht von der Schokoladenseite. Eine bessere Höhe hast du jedoch, wenn du dein Auto auf Höhe der Scheinwerfer fotografierst. Damit hast du eine möglichst reale und neutrale Ansicht auf das Auto. In dieser Höhe kannst du eigentlich einmal ringsherum um das Auto gehen. Fang an von Vorne-Links über die Seitenansicht des Autos hinweg bis du irgendwann wieder bei Vorne links landen würdest. Somit kommst du hier bereits auf 8 Außenbilder für dein Auto.

Nutzung mit einer DSLR: Nutze einen Brennweitenbereich von etwa 35mm bis 50mm für die Außenbilder und stelle dich weit genug weg, so dass du das komplette Auto auch im Foto hast.
Nutzung mit Smartphone: Die Brennweiten deiner Handykamera sind grundsätzlich weitwinklig. Daher ist das Bild automatisch etwas verzerrt. Du musst in dem Fall also näher an das Auto heran.

Innenraum-Bilder (Foto 9-12)

Für den Innenraum stehen dir auch mehrere schöne Perspektiven zur Verfügung. Hier empfehle ich jeweils ein Bild bei geöffneter Tür von der Fahrerseite und eins von der Beifahrerseite aus zu machen. Ich empfehle dabei, die Fotos knapp unterhalb auf Höhe des Lenkrades zu machen. Gleiches nochmal hinten für den Fond, hier reicht es aber auch von einer Seite aus. Für ein weiteres Innenraum-Bild, kannst du dich mittig hinten auf die Rückbank setzen, und mittig auf das Cockpit nach vorne zielen.

Detailbilder (Foto 13-15)

Ford Mustang Einstiegsleiste

Für die letzten Bilder würde ich nochmal auf spezielle Ausstattungsmerkmale oder optische Besonderheiten des Autos eingehen – sowohl innen, als auch außen. Wenn du besondere Felgen am Auto hast, dann mach ein Bild davon. Auch wenn du einen Kratzer oder einen anderen kleinen Schaden hat, solltest du auch hiervon ein Foto machen. Gleichermaßen ist es häufig auch sinnvoll deinen Kofferraum zu zeigen, je nach Typ des Autos. 

Für den Innenraum stehen dir auch mehrere schöne Perspektiven zur Verfügung. Hier empfehle ich jeweils ein Bild bei geöffneter Tür von der Fahrerseite und eins von der Beifahrerseite aus zu machen. Ich empfehle dabei, die Fotos auf Höhe des Lenkrades zu machen. Gleiches nochmal hinten für den Fond, hier reicht es aber auch von einer Seite aus. Für ein weiteres Innenraum-Bild, kannst du dich mittig hinten auf die Rückbank setzen, und mittig auf das Cockpit nach vorne zielen.

Erik Dräger

 

Erik Dräger ist Automobil-Fotograf und Online-Marketing Experte in Halle (Saale).

Erik Dräger

 

Erik Dräger ist Automobil-Fotograf und Online-Marketing Experte in Halle (Saale).

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